Infrastruktur und Diensleistung

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  • Bernhardushof in Mannheim (Katholisches Vereinshaus mit Arbeiterschlafsälen)

    Fassade des Bernhardushofs an der Breiten Straße (K 1,5), Foto: FB 61, Gladrow um 2010

    Die Anlage erstreckt sich von K 1,5 in der Breiten Straße bis zur rückwärtigen Bauflucht K 1,15, K 1,16 sowie K 1,17 (bis 1985: K 1,17, K 1,17a und K 1,17b). Als architektonischer Mittelpunkt wurde zwischen dem Trakt an der Breiten Straße und der rückwärtigen Kirchenstraße - gewissermaßen zwischen zwei Gebäuden - ein großer Versammlungsraum für 1500 Personen angeordnet. Der Hauptzugang des Bernhardushofs lag an der Breiten Straße.

  • Bankhaus „Salomon Maas”

    Bankhaus Salomon Maas

    Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung begann, waren es in Mannheim anfänglich private Bankhäuser, die den ersten Fabriken das für ihre Investitionen notwendige Kapital bereitstellen. Damals gab es in Mannheim u. a. die Bankhäuser „W. H. Ladenburg und Söhne“,  „H. L. Hohenemser und Söhne“, „M. Kahn, Söhne“, „Oppenheimer, Loeb und Co“ und „Wilhelm Köster und Co“

  • Bankpalais - ehem. Badische Bank in Mannheim

    Bankpalais: Ausnahmearchitektur in den Planken (Foto: Elsa Hennseler-Eté)

    Als „barockes Bankpalais“ wird das repräsentative Eckhaus in der Mannheimer Innenstadt bezeichnet. Mit seiner gelb-weißen, regelmäßig gestalteten Fassade, den hohen Sprossenfenstern und hervortretenden Gesimsen fällt es im Straßenbild der Fußgängerzone angenehm aus dem Rahmen des Üblichen. Eine schmiedeeiserne Eingangstüre prangt an den Planken. Die Initialen B und B in goldfarbenen Kränzen und Ranken weisen auf die Badische Bank hin, die hier lange Zeit residierte.

  • Betriebskindergarten der Zuckerfabrik / Kunsthaus Frankenthal

    Seitenansicht des Werkskindergartens

    Das kompakte rote Haus, umstanden von Platanen, ist eines der wenigen Relikte der Zuckerfabrik. Das eingeschossige Gebäude mit zwei Seitenflügeln und vorspringenden Giebelfronten hat an der Eingangsseite einen zurückspringenden Verbindungsbau.  Die Fassaden sind verputzt, und die Fensterlaibungen sind hervorgehoben. Der Dachraum ist ausgebaut und enthält drei Räume, die von Künstlern genutzt werden.

  • Ehemalige Baumwollspinnerei – heute Schulz Speyer und Museumsdepot

    Depot-Treppenhaus

    Weithin sichtbar und schlossähnlich thront die riesige Textilfabrik mit großen Fenstern und zwei turmartigen Treppenhäusern auf einem Hügel. Es handelt sich um die ehemalige Speyerer Baumwoll-Spinnerei AG, die seit Jahren von einem Bibliotheksregalbauer und dem Historischen Museum der Pfalz als Lager bzw. Depot genutzt wird.

  • Bahninsel Mannheim

    Giebel des Lokschuppens (Foto Ritter, 2010)

    Der Begriff „Bahninsel“ umschreibt treffend die Situation von drei historischen Bahn-Gebäuden südwestlich des Mannheimer Hauptbahnhofs: Sie liegen derzeit inmitten einem Meer von Schutt und Baustellen. Hier entsteht das "Glückstein-Quartier“, ein neues Stadtquartier im Stadtteil Lindenhof. Es handelt sich bei den historischen Gebäuden um den alten Lokschuppen, das Werkstattgebäude und um eine kleine Fahrzeughalle. Sie werden derzeit umgebaut.

  • Capitol Lichtspiele Limburgerhof

    Originaler Capitol Schriftzug

    Fährt man am Ortseingang von Limburgerhof in die Speyerer Straße, sticht auf der rechten Seite der Schriftzug „Capitol“ sofort ins Auge. Das fast 60 Jahre alte Kino bietet Film- und Kulturveranstaltungen im Ambiente der 50er Jahre. Im Foyer werden die Besucher von Nierentischen mit rosa Decken und entsprechender Bestuhlung empfangen. In Schaukästen erzählen Fotos und Filmplakate von alten und neuen Zeiten und an der Decke funkeln Lüster im Charme der 50er und 60er Jahre. Die Einrichtung ist teilweise im Originalzustand erhalten. Im Kinosaal kann auf bequemen roten Plüschsesseln mit viel Beinfreiheit Platz genommen werden – 280 Sitze, natürlich bei freier Platzwahl.

  • Ehem. Celluloidfabrik – heute: Industriehof Speyer

    Industriehof

    Eine große Zahl von sehr unterschiedlichen, überwiegend aus gelben Backsteinen erstellten Industriegebäuden ist auf dem „Industrie- und Gewerbehof Nord“ versammelt. Es handelt sich um die ehemalige Celluloid-Fabrik Kirrmeier und Scherer. In Speyer nannte man sie früher die „Zellid“, sie war zu ihren besten Zeiten einer der größten Arbeitgeber der Stadt.

  • Capitolkino Mannheim

    Capitolkino, Fassade um 2010, FB Stadtplanung Norbert Gladrow

    In Mannheim ist mit dem 90 Jahre alten Capitolkino in der Neckarstadt ein überaus schönes Beispiel expressionistischer Klinker-Architektur erhalten geblieben.

    Der fünfgeschossige Klinkerbau mit Flachdach verhüllt eine Eisenbetonkonstruktion. Den gerundeten Mittelteil, hinter dem sich der Kinosaal befindet, flankieren flügelartig zwei im stumpfen Winkel abgeschrägte Seitenteile. Am konvexen Mittelteil weisen der Farbwechsel der Klinker und die unterschiedliche zackenförmige Vermauerung der Steine unterst des obersten Geschosses sowie die Lisenen, denen kleine Säulen („Dienste”) vorgelegt sind, auf eine für die damalige Zeit sehr moderne expressionistische Architekturauffassung des Entwurfes.

  • Carl Bosch Museum Heidelberg

    Das "Garagenhaus" von Carl Bosch: Der eingeschossige Mitteltrakt mit ehem. drei Garagen wird von zwei angebauten zweistöckigen ehem. Wohngebäuden flankiert. Zwei Walm- und das verbindende Satteldach sind ineinandergefügt. Das Dachgeschoß des Mittelteils ist mit Gauben versehen. Im Außenbereich stehen teils sehr große Ausstellungsobjekte: Originalteile einer Hochdrucksynthese-Anlage. Direkt benachbart ist ein moderner Neubau für Sonderausstellungen. Die Villa als ehemaliger Wohnsitz von Carl Bosch befindet sich mit Nebengebäuden in ca. 250 m Entfernung im Schloß-Wolfsbrunnenweg 33. Dieses ist nicht öffentlich. Dort befinden sich die Klaus-Tschira-Stiftung und weitere Einrichtungen. Allein ein Blick von der Straße ist schon beeindruckend.

  • Mannheimer Darleihkasse

    Das Gebäude der Darleihkasse in B 2, Foto: S. Parzer

    Als im 19. Jahrhundert in Mannheim eine Reihe von Banken gegründet wurden, zogen diese anfänglich häufig in ehemalige Adelspalais ein. Diese Gebäude verfügten über ausreichend Räume und besaßen zudem ein repräsentatives Äußeres. So kamen das Bankhaus "Köster & Co" im Palais Löwenthal gegenüber dem Mannheimer Schloss, die "Badische Bank" im Palais Scherer an den Planken und die "Rheinische Creditbank" im Palais Zweibrücken neben dem alten Nationaltheater unter.

  • Deutsches Straßenmuseum in Germersheim

    Tunnelbau fast in Originalgröße

    Das Straßenmuseum ist das bundesweit einzige Museum, das sich in umfassender Weise mit dem Thema Straße beschäftigt. Anhand einer beeindruckenden Zahl von Exponaten wird die Geschichte des Straßenbaus im Wandel von Zeit und Technik veranschaulicht. Das Straßenbauwesen hat sich im 20. Jahrhundert rasant entwickelt, es werden aber auch frühere Epochen behandelt.

  • Deutsches Verpackungs-Museum

    Eingang zum Verpackungsmuseum in der "Nothkirche" im Innenhof / Bildquelle: Deutsches Verpackungs-Museum (Heidelberg)

    Das Gebäude, eine ehem. „Nothkirche”, hatte keine Bedeutung für eine industrielle Produktion - umso mehr der „Gebäudeinhalt", das 1997 eröffnete Deutsche Verpackungs-Museum. Großserien- und Massenprodukte werden nicht mehr lose „wie beim Krämer", sondern mit Hilfe von Werbung in Verpackungseinheiten verkauft. Die technische und gestalterische Entwicklung von Verpackungen seit 1900 zeigt das Museum.

  • Alte Feuerwache Mannheim

    Alte Hauptfeuerwache Luftbild (Foto: FB 61, Norbert Gladrow um 2006)

    Das Gebäude gliedert sich in einen langgestreckten Teil entlang der Hauptverkehrsstraße in Verlängerung der Breiten Straße und der Kurpfalzbrücke sowie zwei Quertrakte parallel zum Neckar. Den Südflügel überragt ein ca. 50 m hoher Turm mit zweifach gebrochenem Helm. Ursprünglich wurden in dem Turm die zum Einsatz gekommenen Schläuche getrocknet.

  • Felina, Miederwarenfabrik in Mannheim

    Haupteingang der Felina Ecke Melchior- / Holzbauerstraße

    Glatte 50er-Jahre-Fassaden mit großen Fenstern und einem Wechsel aus Backstein und Beton kennzeichnen das viergeschossige Bauwerk, das an der Lange Rötter Straße mit dem Logo „Felina“ wirbt. Es zieht sich die Melchiorstraße entlang und mit einem eleganten halbrunden Schwung auch in die Holzbauerstraße. Auf diesem Gelände wurden etwa 100 Jahre lange BHs und Miederwaren produziert.

  • Hotel „Prinz Wilhelm”

    Prinz Wilhelm, heutiges Aussehen, 2015 (Signatur: Stadtarchiv Weinheim Rep. 32 Nr. 25204)

    Wenn jemand heute in dem stattlichen Gebäude gegenüber dem Weinheimer Bahnhof übernachtet, tut er dies im Allgemeinen nicht freiwillig. Das war früher ganz anders. Der „Prinz Wilhelm“ gehörte um die Wende des 19. zum 20 Jahrhundert zu den besten Hotels in Weinheim und verfügte über eine eigene Konzerthalle. Seit 1956 ist in dem Anwesen „Am Hauptbahnhof 4“ das Weinheimer Polizeirevier untergebracht.

  • HeidelbergCement Technology Center

    Das HeidelbergCement Technoloy Center

    Im Herbst 2016 weihte HeidelbergCement sein neues Technology-Center (HTC) in Leimen ein. Es steht als moderner Kontrapunkt dem alten Verwaltungsgebäude gegenüber. Hier sind die zentralen Ingenieurs-, Forschungs- und Entwicklungs-Abteilungen des Konzerns mit den Schwerpunkten Zement, Prozesstechnologie und operative Effizienz zusammengefasst.

  • Jugendstilhallenbad – heute Werkskantine von HeidelbergCement AG in Leimen

    Front in der Morgensonne; in der Giebelverzierung steht SCHWIMMBAD

    Die Fassade des ehemaligen Hallenschwimmbades ist reinster Jugendstil. Auf den ersten Blick sieht es aus, als seien hier Klinker und Granit verarbeitet, aber tatsächlich handelt es sich um Kunststeine aus dem eigenen Hause. In der Mitte ist in Jugendstil-Lettern „Schwimmbad” eingemeiselt (bzw. gegossen).

  • Institut für Deutsche Sprache (IDS) – ehemaliges städtisches Krankenhaus in Mannheim

    Gusseiserne Träger in der Bibliothek

    Über die gesamte Nordseite des Mannheimer Quadrats R5 zieht sich ein strahlend schöner Backsteinbau mit drei sehr hohen Fensterzeilen. Gelbe und rote Klinker bilden mit Sandsteingesimsen strenge klare Muster.

  • Luzenberg-Wasserturm und Schule, Mannheim

    Turm und Schule am Eingang zum Stadtteil Luzenberg (Foto: Rudolf Stricker, August 2010, wikipedia)

    „Vermutlich wird sich manch' einer wundern, was das Schulhaus mit einem solch' großen Turm macht. Der Turm macht aber mit dem darum herumgebauten Gebäude einen schönen Anblick.“ So kommentiert 1914 ein Stadtrat das Ensemble aus Wasserturm und Schule, das ungemein wuchtig und reichlich verziert heute am Eingang zum Stadtteil Luzenberg steht.

  • Mannheimer Börse

  • Orderstation in Mannheim, Friesenheimer Insel

    Die Orderstation ist heute nur noch eine Gaststätte

    „Getränke ordern“ – das konnte man vortrefflich in der alten Orderstation auf der Friesenheimer Insel. Doch daher hat die heutige Gastwirtschaft ihren Namen nicht. Die Mannheimer Reedereien hatten sich die Orderstation vor ungefähr 100 Jahren eingerichtet, um alle durchfahrende Schiffe zu registrieren und Anweisungen an die Kapitäne zu übermitteln, welcher Hafen anzulaufen und wo welche Ladung zu übernehmen oder zu löschen sei.

  • Port 25 – ehem. Teil der Kauffmannmühle in Mannheim

    vom linken Ufer des Verbindungskanals (Foto Ritter 2017)

    Zwischen C-Hub und Mühlensilo duckt sich die Galerie „Port 25“. Eine gelungene Mischung aus historischen Fassaden und Sichtbeton. Das Haus war einst mit der Kauffmannmühle baulich verbunden.

  • Ehemaliges Postamt in Mannheim

    Die Süd-West-Ecke des Gebäudes (Foto Hertweck)

    Die Hausecken, die Dachtraufen, vorgesetzte Fassadenteile und sogar die Schmuckbänder verlassen an den Enden jeweils den rechten Winkel. Sie sind zackenförmig herausgezogen und verleihen dem großen Baukörper einen ungewöhnlichen Schwung. Im expressionistischen Stil hat die Deutsche Reichspost 1926 ihr neuntes Postamt in Mannheim bauen lassen.

  • Portland Forum am Herrenberg - Festhalle der HeidelbergCement AG in Leimen

    Festhalle von vorne

    Nach einer denkmalgerechten Sanierung und Modernisierung 1992 erstrahlt die große Festhalle mit ihrem mehrfach abgesetzten Walmdach, den großen Bogenfestern und niedrigen Ecktürmen wieder in warmen Gelbtönen. Das Bauwerk war in den 1960er Jahren insbesondere an seiner Frontseite grob verändert worden. Die moderne Lösung mit Glasvordach und der Einbeziehung der Außenanlagen lehnt sich an das Original an.

  • Ehem. Verwaltungsgebäude der Rheinelektra Mannheim

    ehemalige Rheinelektra, Fassade, Foto: FB 61 Norbert Gladrow

    Der bekannte Mannheimer Architekt Albert Friedrich Speer (1863-1947) lieferte die Entwürfe für diese imposante Dreiflügelanlage. Er übernahm auch die Bauleitung. Die Fassade wurde von dem Darmstädter Hochschullehrer und Architekten Friedrich Pützer (1871-1922) erarbeitet. Der Münchener Architekt Richard Berndl (1875-1955) und der ebenfalls dort ansässige Bildhauer Heinrich Waderé (1865-1950) schufen die Innenausstattung und den plastischen Schmuck.

  • Der schöne Rücken der ehemaligen Rheinischen Creditbank

    Der Bau nimmt mehr als die Hälfte des Quadrats ein (Foto Ritter)

    Der ockerfarbene wuchtige Bau mit auffallendem Bauschmuck direkt unter dem Dach stammt vom Mannheimer Architekten Albert Speer senior. 1911 wurde er als Bürotrakt auf der Rückseite der Rheinische Creditbank als Erweiterungsbau errichtet.

  • Ehemaliges Verwaltungsgebäude der Rheinischen Siemens-Schuckertwerke Mannheim

    Siemenshaus, Straßenfassade um 2010 (Foto: FB 61, Norbert Gladrow)

    In dem Neubau in N 7,18, der auf einem Teil der barocken Festung entstand und für den die großbürgerliche Villa des Bankiers Ferdinand Ladenburg aus dem späten 19. Jahrhundert abgebrochen werden musste, konnten verschiedene Abteilungen zusammengelegt werden. Nach Plänen des Leiters des firmeneigenen Berliner Baubüros Hans Hertlein (1881-1963) wurde ab 1921 eine repräsentative Dreiflügelanlage konzipiert.

  • Ehemaliges Verwaltungsgebäude der städtischen Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke Mannheim in K 7

    Auf einer dreieckigen Fläche in K 7, die in Mannheim ebenfalls als "Quadrat" bezeichnet wird, erstreckt sich eine Vierflügelanlage mit kleinem Innenhof sowie ein westlich angeschlossener langer Flügelbau mit insgesamt ca. 4000 qm Nutzfläche. Das mächtige dreigeschossige Hauptgebäude wird durch einen leicht vorspringenden gedrungenen fünfachsigen Turm charakterisiert. Im Erdgeschoss lag ursprünglich hinter den fünf großen Rundbogenfenstern ein Ausstellungsraum für Gas- und Stromverbrauchsgegenstände. Neben dem Risalit am Luisenring befindet sich der Hauptzugang, gekennzeichnet durch einen eingeschossigen Vorbau.

  • Ehemaliges Stotz-Werk in Mannheim, heute WISAG

    Ein wichtiges Produkt des Stotz-Werkes ist noch heute bekannt – der Stotz-Sicherungsautomat: In Altbauten ist es bisweilen in seiner ursprünglichen runden Form mit dem Druckknopf zu finden. Dem stattlichen Gebäude im Neckarauer Gewerbegebiet – der Rest es Werkes – sieht man sein Alter fast nicht an.

  • Stoewer-Museum in Wald-Michelbach

    Stoewer-Emblem bis 1927 - Quelle: Wikipedia

    Hier gibt es keine alte Fabrik, ja nicht einmal die Produktion war im Rhein-Neckar-Raum. Trotzdem ist es sehenswert: das Museum mit den Produkten aus der Zeit vor 1945. Fahrbereite Oldtimer-Autos sowie Fahrräder Marke „Greif“, Näh- und Schreibmaschinen warten hier im Erd- und Untergeschoß auf Besucher. Die Produkte sind umgeben von Gegenständen, Schriftstücken, Plakaten und Fotos, die zur historischen Orientierung sehr nützlich sind.

  • Deutsches Schuhmuseum Hauenstein, Museum für Schuhproduktion und Industriegeschichte

    Seitenansicht: Baushausarchitektur unbeeinträchtigt von Umbauten

    Das Museum in dem kleinen südwestpfälzischen Dorf vermittelt tiefe Einblicke in die Geschichte der Schuhproduktion und Industriegeschichte von Hauenstein und die damit verbundene Sozial- und Alltagsgeschichte der Region um Pirmasens in den vergangenen 250 Jahren. Es ist im Gebäude der 1929 errichteten ehemaligen Schuhfabrik Gebrüder Schwarzmüller untergebracht, eine „wunderschöne weiße Schuhschachtel“ (FAZ 1996).

  • Ehemalige Süddeutsche Bank, jetzt Städtisches Leihamt Mannheim

    Die Figuren symbolisieren Landwirtschaft und Industrie (Foto Parzer)

    „Das letzte Hemd versetzt“ - das assoziieren viele mit dem Begriff „Leihamt“. Armut, Elend, vielleicht auch Leichtsinn. Und dann steht man vor einem wahren Bank-Palazzo, betritt das prächtige Foyer des Mannheimer Leihamtes, ist fasziniert und irritiert zugleich. Tatsächlich war das ursprünglich die „Süddeutsche Bank“.

  • Lagerhaus „Schreiber” in Mannheim Neckarau-Fabrikstation

    Farbenprächtig in der Morgensonne

    Auffallend in Orangetönen und Grau gestrichen, liegt der große drei Stockwerke umfassende Lagerbau an der Rheintalbahn. In der Mitte ist vor dem Flachdach die Fassade über zwei Fensterachsen in der Art eines griechischen Tempels erhöht, rechts und links erstrecken sich jeweils 5 Achsen mit Sprossenfenstern. Die Ecken und die Mitte des großen Gebäudes sind farblich wie klassische Säulen betont, symbolische weiße Putzornamente stellen Schiffe dar, weisen aber auch eher auf medizinische Bereiche hin.

  • Seilwolff in Mannheim-Neckarau - ehemalige Seilindustrie

    Unter Denkmalschutz: der Eingang zum Verwaltungsgebäude aus den 1950er Jahren

    Die Bauten der ehemaligen „Aktiengesellschaft für Seilindustrie – vormals Ferdinand Wolff“ ziehen sich fast einen Kilometer entlang der Angelstraße. „Die Seilwolff“ war über 150 Jahre lang ein wichtiger Betrieb, aus dem die benachbarten „Süddeutschen Kabelwerke“ und die „Isolation AG“ hervorgingen. Er wurde 1985 geschlossen, ein Großteil der Gebäude ist inzwischen anderweitig genutzt, ein Teil abgerissen und neu bebaut.

  • Sternwarte Mannheim mit Mannheimer Meridian (Mire) im Industriehafen (Kaiser-Wilhelm-Becken)

    Mannheim, A 4,6, Sternwarte (Foto: Gladrow)

    Die Sternwarte markierte als trigonometrischer Punkt das Zentrum der Triangulierung in kurfürstlicher Zeit und von 1820 bis 1884 den Nullpunkt des Mannheimer Meridians und Mannheimer Perpendikels. Sie stand somit im 19. Jahrhundert im Großherzogtum Baden im Fadenkreuz des Null-Längengrads und Null-Breitengrads, bis eine internationale Konferenz Greenwich für den Längengrad Null bestimmte.

  • Tankstelle „Guter Hirte” der 50er Jahre in Ludwigshafen Oggersheim

    50er-Jahre Tanke

    Die Eleganz und die schwungvolle Architektur der 50er Jahre sind der Tankstelle trotz mehrfacher Anbauten erhalten geblieben. Der freistehende dreieckige Glaspavillon mit seinen abgerundeten Ecken  wird von einem weit auskragendem, fast kreisförmigen Dach überspannt, das die Zapfsäulen überdacht.

  • Tabak-Museum in Hockenheim

    Ein Ensemble von historischen Arbeits-Tischen

    Eine beeindruckende Fülle von Exponaten rund um den Tabak: Es geht dabei von Tabak-Anbau und –Verarbeitung bis zu Produkten und Raucherzubehör, dargestellt in Fotos, Schautafeln, großen Exponaten, kleinen Raritäten und Kostbarkeiten in Vitrinen.

  • Technoseum in Mannheim

    Außenfassade Eingangsbereich.jpg

    Mit teilweise riesigen Exponaten, ganzen Ensembles, zeittypischen Szenen, interaktiven Experimenten und Vorführungen zeigt die Ausstellung den technischen und sozialen Wandel der letzten zwei Jahrhunderte. Im „arbeitenden Museum“ sind viele Maschinen noch funktionsfähig und werden regelmäßig vorgeführt.

  • Tabak-Museum Lorsch - vorm. Obstproduktenfabrik Mibelo

    Das Museum ist gleich neben der karolingischen Königshalle - Bitte vergrößern!

    Das Tabakmuseum gehört zum Museumszentrum Lorsch und liegt direkt neben der karolingischen Torhalle. In der umgebauten Konservenfabrik treffen heute Lokal- und Weltgeschichte zusammen. Gezeigt wird der Weg vom Tabakbauern auf seinem Feld über alle Stationen bis zum Verkauf im alten Tabakladen, Bauchladen oder Automaten.

  • Altes Volksbad Mannheim-Neckarstadt

    Mittelstraße 42 Fassade (Foto: FB 61, Norbert Gladrow)

    Der dreigeschossige verputzte Eckbau trug ursprünglich ein Walmdach mit Einzelgauben. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde dieses durch ein durchlaufendes Fensterband als Vollgeschoss verändert wiederaufgebaut. Ein Gesimsband trennt das verklinkerte Sockelgeschoss von den darüber liegenden Putzflächen.

  • ehemaliges Volksbad Mannheim-Neckarau

    Rathausstraße 3, ehemaliges Volksbad, Foto Januar 2012

    Das eingeschossige Gebäude steht auf einem Sockel aus roten rustizierten Sandsteinquadern. Die Außenwände sind aus gelben Backsteinen mit roten Zierklinkern gemauert. Die Zierklinker finden an den Ecklisenen, Rundbögen der Fenster, in den horizontalen Bänderungen der Fassaden sowie im Giebelaufsatz Verwendung. Der Aufsatz erhebt sich über abgetreppten Konsolen aus Klinkersteinen.

  • Kohlenkontor Weyhenmeyer – Verwaltungsgerichtshof in Mannheim

    Eingangsportal

    Der Verwaltungsgerichtshof steht an städtebaulich markanter Stelle, wirkt großzügig und doch etwas einschüchternd. Wie es eben sein soll. Doch das Gebäude wurde 1951/52 nicht für die Justiz gebaut, sondern für einen großen Kohlenhändler! Das Klinkerbauwerk mit seiner streng symmetrischen Form und den hervortretenden Seitenflügeln, einer breiten Freitreppe aus Travertin vor einem drei Stockwerke hohen, portalartig wirkenden Mitteleingang wurde ursprünglich als die Verwaltungszentrale des Kohlenkontors Weyhenmeyer errichtet.

  • Joseph Vögele AG in Mannheim – heute Hochschul-Campus

    Verwaltungsgebäude und Maschinenhalle

    Helle, rot-gelbe Klinkerbauten, die erkennbar über 100 Jahre alt sind, eine Vielzahl moderner Fabrikhallen, umschlossen von einer Backsteinmauer: So präsentierte sich das Werk der Vögele AG gleich neben dem Neckarauer Übergang. Das Firmenareal erstreckte sich über eine enorme Fläche, doch es reichte nicht mehr aus für den Weltmarktführer bei der Herstellung von Straßenfertigern.

  • Verwaltungsgebäude der HeidelbergCement AG in Leimen

    Ansicht von Heidelberg kommend

    Das heute noch repräsentativ wirkende Verwaltungsgebäude ist im strengen historistischen Stil gebaut. Es wirkt so imposant, dass man die fast kilometerlange Werksanlage und den massigen Schonstein dahinter kaum wahrnimmt. Als das Leimener Werk 1896 nach den Plänen von Friedrich Schott gebaut wurde, war es das größte Industriegebäude des Deutschen Reiches.

  • Verwaltungsgebäude „Shell-Haus” – heute: Finanzamt Ludwigshafen

    Shellhaus

    Das Backsteingebäude in funktionaler, expressionsitisch inspirierter Architektur wurde als Verwaltungssitz der Rhenania-Ossag-Mineralölwerke (später Shell-Konzern) in den Jahren 1927/27 gebaut. Stufenförmig erhöht sich die Fassade des dreistöckigen Hauses zur Straßenkreuzung hin. Das Flachdach ist von keiner Stelle aus zu sehen, es gibt keine Dachtraufe die übersteht.

  • Ehemaliger Weingroßhandel - RomnoKher, Kulturhaus der Sinti und Roma in Mannheim

    Der überdachte Hof mit den ehemaligen Laderampen und dem Angang in den Keller

    Hinter einem modernen Wohnhaus führt ein großes Tor in den schmalen Lichthof der ehemaligen Weingroßhandlung. Im einst auch zu Fabrikationszwecken genutzten Gebäude ist die Beratungsstelle des Landesverbandes der Sinti und Roma (Ba-Wü) untergebracht. Der Hof ist an drei Seiten von ein- und zweistöckigen Gebäuden umschlossen, deren Dächer sich zum Hof neigen.

  • Wäscherei und Kesselhaus der städtischen Krankenanstalten – heute Nutzbau der Universitätsmedizin Mannheim

    Kesselhaus mit Kohlehalle und Türmen von Westen

    Zwei Türme mit gestuften Helmen begrenzen den langen mit grün glasierten Klinkern verzierten Bau entlang der Straße. Der größte Teil der Anlage liegt unter Straßenniveau. Es handelt sich um das Kessel- und Maschinenhaus des Heizkraftwerks, die ehemalige Wäscherei und die separat gebaute ehemalige Desinfektionsanstalt des benachbarten Klinikums.

  • Sozialhistorisches Zigarrenfabrikmuseum der Pfalz

    Heimarbeit spielte eine untergeordnete Rolle

    Das Zigarrenfabrikmuseum Rödersheim-Gronau bietet einen sorgfältig recherchierten Blick auf die ländliche Industrialisierung der Vorderpfalz im Kaiserreich und der Weimarer Republik. In einer ländlichen Gegend, in der der Tabakanbau noch nie eine Rolle gespielt hat, ist es zunächst verwunderlich, ein Zigarren-FABRIK-Museum zu finden.

  • Ehem. Chemie-Fabriken - heute Hotel "Corniche" und Boulderhalle

    Die ehemalige Glyzerinfabrik, recht vorne das heutige Corniche-Hotel und Verwaltungsbau

    Stat. 07Ziemlich genau 100 Jahre lang wurden an diesem Standort haushaltsnahe chemische Produkte hergestellt: Links die einst berühmte Pilo-Schuhcreme, rechts Glyzerin und ab 1950 chemische Hilfsmittel für die Textilindustrie. Heute sind in den weiß gestrichenen Backsteinbauten ein Gewerbepark und das Corniche-Hotel ansässig.


    zur Tafel 08:
    Bettfedernfabrik, Industriestraße 35, 150 m
    Gastronomie „Manufaktur“ und „Playa del MA“ mit großer Terrasse am Wasser.

  • Ehemalige Bettfedernfabrik – heute Hafenpark

    Maschinenhaus und Hallen mit sommerlicher Dekoration der Strandbar

    08Am südlichen Ufer des Industriehafens, umgeben von hohen Bäumen und umschlossen von einer klassischen Fabrikmauer aus Backsteinen liegt der gründerzeitliche Gebäudekomplex, der Deutschlands älteste Bettfedernfabrik war. Hier wurden Federn aus aller Welt gewaschen, sortiert, getrocknet, in Kissen gefüllt oder lose verpackt und verschickt.


    Zur Tafel 9:
    Hutchinson, Hansastraße 66, 210 m
    Die Industriestraße weiter, dann rechts in die Hansastraße einbiegen.

  • DRK-Rettungswache und Verwaltung am Industriehafen Mannheim

    Die Geschäftsstelle des DRK, ehemaliges Verwaltungsgebäude der Mälzerei

    Stat. 10Das stattliche Verwaltungsgebäude und die Werksmauer sind die Überreste einer einstigen Malzfabrik, die bereits nach rund 20 Jahren in ein chemisches Werk verwandelt und später weiter umgenutzt wurde. Heute ist hier das Deutsche Rote Kreuz.


    Zur Tafel 11:
    Ehemaliger Güterbahnhof Industriestraße 25-27, 330 m
    Die Lagerstraße und Hansastraße zurück. Beim Kiosk „Uschis Treff“ nach rechts in die Industriestraße. Die Tafel ist an der Güterhalle direkt neben dem Backsteinhaus.