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Wasserfront Foto: Lutz Walzel





Pfalzmühle Mannheim
Die Pfalzmühle liegt am Ufer des Bonadieshafens im südlichen Teil der Friesenheimer Insel Mannheims. Sie ist ein Industriedenkmal, ganz im Sinne baukünstlerischer Reformbestrebungen des beginnenden 20. Jahrhunderts mit Elementen des Jugendstils in Klinkerbauweise.
Nutzung (ursprünglich)
Weizenmühle
Nutzung (derzeit)
Weizen-, Durum- und Roggenmühle zur Herstellung von Mehlen für Handwerks- und Industriebetriebe des Backgewerbes sowie Gries für die Teigwarenherstellung.
Seit 1915 ist GOLDPUDER das Marken- und Qualitätssiegel.
Geschichte
1898 Gründung der AG Pfälzische Mühlenwerke in Schifferstadt. Der Standort wurde durch die Gründung von Großmühlen an Wasserstraßen unrentabel, deshalb wurde der Sitz mit einem Neubau ab Oktober 1907 nach Mannheim verlegt; Inbetriebnahme 1909.
1912 wurde die Mühle in Schifferstadt stillgelegt und 1918 unter der Bedingung veräußert, dass hier keine Müllerei mehr betrieben wird.
Die Vermahlungskapazitäten konnten dank der neuesten Müllereimaschinen und Lagerungsmöglichkeiten schnell erhöht werden.
Die Pfalzmühle entwickelte sich zu "einer der größten und modernsten Großmühlenbetriebe in Deutschland" - so die Mannheimer Stadtreklame 1928.
Zu dieser Zeit wurden 170 Arbeiter und 46 Beamte (!) beschäftigt.
In diesen Jahren beteiligte sie sich finanziell maßgeblich an anderen Mannheimer Mühlen, so z.B. an den bis 1944 existierenden Rheinmühlenwerken am Rheinkai und an der Kauffmannmühle (www.rhein-neckar-industriekultur.de ). Die Leitung wurde in Personalunion betrieben.
Eigentümer
Werhahn Mühlen GmbH & Co. KG, 41460 Neuss
Erbauer
Pfälzische Mühlenwerke AG
Architekt
Gustav Uhlmann, ehem. Leiter des Städtischen Hochbauamts Mannheim; auch Architekt der Ölmühle Bunge (www.rhein-neckar-industriekultur.de )
Bauzeit / Umbauten
1906-1909
Baubestand
Zwei 6-geschossige Gebäude, ein querstehendes Silo und der Wasserturm am Kanal, Verwaltungs-, technische- und Sozialgebäude an den Straßenseiten, altes Kesselhaus im Hof.
Quellen
Führer durch die Industrie- u. Hafenanlagen von Mannheim, Rheinau und Ludwigshafen; hrsg. von der „Rhein“- Verlags-Gesellschaft m.b.H., Duisburg-Ruhrort, 1909
Mannheimer Stadtreklame (Hrsg.), Mannheim – Das Kultur- und Wirtschaftszentrum Südwestdeutschlands, 1928
Andreas Schenk, Architekturführer Mannheim, Hrsg. Stadt Mannheim, 1999
Hanspeter Rings, Mannheim auf Kurs - Hafen- und Schifffahrtsgeschichte der Stadt an Rhein und Neckar, 2003
Stadtarchiv Mannheim und Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e.V., Mannheim und seine Bauten 1907-2007, Bd. 4, Andreas Schenk, Bauten für Verkehr, Industrie, Gesundheit und Sport, 2004
Der Brockhaus Mannheim, Leipzig - Mannheim, 2006
Autor/in
Hilde Seibert
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Adresse
Mühlenstr. 1
68169 Mannheim
Stadt / Landkreis
Mannheim
Zufahrt
Aus der City kommend über die Jungbuschbücke in die Helmholtzstraße einbiegen, auf die Inselstraße bis zur Rheinrottstraße fahren, rechts einbiegen bis zur Mühlenstraße
Nächste VRN-Haltestelle: Mannheim, Rheinrottstr.
VRN-Haltestellen-Plan:efa9.vrn.de
VRN-Linien-Netzplan:www.vrn.de
Weblinks
Kontakt
0621-38050
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Ja
Barrierefrei ?
Nein

