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Wasserturm

oben sonnig, unten im Schatten dern Bäume





Wasserturm Worms - Wohnprojekt

Imposanter Wasserturm, im lokaltypischen Stil der „Wormser Neuromanik“, mit vielen Erkern und reich verzierten Türmchen und Dachgestaltung. Der Bau nimmt Elemente der vielen anderen Türme der Befestigung und des Wormser Dom auf. Er steht in unmittelbarer Nähe zum Eleonorengymnasium, das als ein heller Jugendstilbau kontrastiert. Nahe gelegen ist auch die Lutherkirche.
Vergleichbar in äußerer Pracht und Aufwand ist er mit dem Mannheimer Wasserturm am Friedrichsplatz. Allerdings steht der Wormser Wasserturm nicht so repräsentativ solitär, sondern ist von höheren Häusern und Bäumen dicht umgeben.

Der seit fast 50 Jahr funktionslose Wasserturm wird derzeit zu Privatwohnungen umgebaut.
Das ehemalige und geplante technische und architektonische Innenleben des Wasserturms ist auf den beiden angegebenen Webseiten mit vielen Fotos dokumentiert

Nutzung (ursprünglich)

Wasserturm

Nutzung (derzeit)

Demnächst als Wohnungen

Geschichte

Erbaut wurde der Wormser Wasserturm von 1889 bis 1890 am Karlsplatz im Westend der Stadt durch Stadtbaumeister Karl Hofmann (1856-1933). Vor der Inbetriebnahme des Wasserturms versorgten sich die Einwohner aus öffentlichen oder privaten Pumpbrunnen. Nach eingehenden Wasser- und Bodenqualitätsuntersuchungen wurde im September 1887 ein Projekt für die Wasserversorgung der Stadt vorgelegt. Am 20. Oktober 1889 konnte das Wasserwerk den Betrieb aufnehmen. Das Wasser wurde ca. 1,5 Meter unter der Rheinsohle entnommen, zum Pumpwerk in die Klosterstraße geleitet, filtriert und in das Rohrnetz eingespeist. Am 01. September 1890 wurde der rund 58 Meter hohe Wasserturm fertig gestellt. Einen Monat später erfolgte die erste Befüllung des 1200 m³ fassenden Hochbehälters mit Wasser. Bis zum Jahr 1962 diente der Turm der Wasserversorgung.
(Quelle: Chronik für Worms)

Seit Anfang 2007 wird der Wormser Wasserturm durch die Grundstücksgesellschaft "Wormser Wasserturm" unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz und in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu modernen Wohneinheiten umgewandelt. Zirka zwei Jahre werden die fünf Gesellschafter, die alle selbst mit "anpacken", für das Bauprojekt benötigen. Auf neun Ebenen werden fünf Wohnungen entstehen
Nicht als Wohnung geeignet ist der Raum direkt unter dem Wassertank (Ebene 6). Rundum ausgestattet mit schmalen Fensteröffnungen, die an Schießscharten erinnern, ist er für Architekt und Mitgesellschafter Willi Stauß der "mystischste Raum" des Wasserturms. Eventuell soll hier sein Büro und ein Archiv zur Dokumentation des Wohnprojektes entstehen.
Ebenfalls als Wohnraum ungeeignet ist das Erdgeschoss (Ebene 2) mit seiner mehr als vier Meter dicken Außenwand. Es soll als Foyer genutzt werden. Ab hier können Bewohner und Besucher per Aufzug, der in der Mitte des Turms eingebaut wird, die einzelnen Wohnungen erreichen. Die schmale Wendeltreppe an der Außenwand des Turms wird als Fluchttreppe erhalten bleiben.
Im Keller (Ebene 1) wird die alte Absperrvorrichtung erhalten bleiben. Sie war einst "das Herz" des Wassserturms: Hier kam das Wasser von oben aus dem Behälter und ging dann über Rohre in die Stadt hinaus.
Nach Fertigstellung der Wohnungen werden die fünf Mitglieder der Grundstücksgesellschaft selbst dort einziehen und den Wasserturm zu Wohnzwecken nutzen.

Eigentümer

Grundstücksgesellschaft

Erbauer

Stadt Worms

Architekt

Karl Hoffmann

Bauzeit / Umbauten

1890 Umbau zu Wohnungen ab 2007

Quellen

Internetseite der Stadt Worms,
Internetseite der Architekten:www.wasserturm-worms.de

Autor/in

Barbara Ritter

Adresse

Am Karlsplatz 
67547 Worms

Stadt / Landkreis

Worms

Zufahrt

Nächste VRN-Haltestelle:
Worms, Karlsplatz, Linie 405 und 408
VRN-Haltestellen-Plan:efa9.vrn.de
VRN-Linien-Netzplan:www.vrn.de

Weblinks

www.wasserturm-worms.de
worms.de

Kontakt

Ansprechpartner:
Architekturbüro Stauß & Backhaus
Wollstr. 28
67547 Worms
Telefon: (0 62 41) 2 86 18
E-Mail: willi.stauss@t-online.de

Öffnungszeiten

Von außen jederzeit.

Denkmalgeschützt ?

Ja

Barrierefrei ?

Nicht bekannt