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Silo-Parkmühle-Wasserseite

Silo-Parkmühle-Wasserseite





Parkmühle Mannheim 'Die genossenschaftliche Burg'

Das am Wasser gelegene durch seinen Turm auffallende Mühlensilo und die dazugehörige Schiffs-Entlade-Anlage sind Teil der bis 1996 produzierenden Parkmühle (früher GEG-Mühle) und des Gesamtkomplexes einer von den Deutschen Konsumvereinen gebauten Industrieanlage.
Es ist Mannheims beeindruckendstes Beispiel moderner Industriearchitektur im Stil der Neuen Sachlichkeit, vollständig in Klinker gebaut. Die Mühle galt noch bis in die Nachkriegszeit als „schönster und modernster Mühlenbetrieb Südwestdeutschlands“.

Nutzung (ursprünglich)

Bis 1996 Getreidespeicher und Schiffs-Entlade-Anlage der Parkmühle Mannheim, vormals der GEG - Mühle.

Nutzung (derzeit)

Seit Ende der 90-er Jahre Getreidespeicher und Schiffs-Entlade-Anlage der Hildebrandmühlen Mannheim.

Geschichte

Silo und Schiffsanlage sind Teil des von den Deutschen Konsumgenossenschaften (GEG) zwischen 1927 und 1931 auf der Friesenheimer Insel gebauten Fabrikkomplexes zur Produktion von Malzkaffee, Zichorien, Mehl und Teigwaren und zur Herstellung eigener Verpackungsmaterialien. Ein Bürogebäude, Werkstätten und Kantinen sowie ein Wohnhaus für Werksangehörige runden das Ensemble ab.
Bis in die 80-er Jahre betrieb der 'Konsum' - ab den 60er-Jahren 'co op' - Produktionsbetriebe in Eigenregie mit eigenen Marken.

Eigentümer

Kampffmeyer Mühlen GmbH, Werk Hildebrandmühlen, Hombuschstr. 5, 68169 Mannheim

Erbauer

Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine, GEG, Hamburg

Architekt

unbekannt, angelehnt an Klinkerbauten von Fritz Schumacher, Hamburg

Bauzeit / Umbauten

Gesamtkomplex 1927-31, Mühlenbauten und Silo 1929-31

Baubestand

Die Getreidemühle brannte in den letzten Tagen des II. Weltkrieg im Inneren vollständig aus. Bis Anfang der 50er Jahre wurde sie im Inneren vollständig neu ausgebaut und konnte ab 06. März 1951 in vollem Umfang Getreide vermahlen.
Der gesamte restliche Komplex überstand die Kriegszeit fast unbeschadet.

Quellen

H. Sierakowsky, Werk im Werden, Großeinkaufs=GesellschaftDeutscher Consumvereine m.b.H., Hamburg, 2. Auflage 1931
Bühler: Silo, Mühlenanlage und Teigwarenfabrik Mannheim, Reichsbund der deutschen Verbraucher-Genossenschaften G.m.b.H.- G.E.G. – Hamburg, 1933 (?)
Mannheim – Mittelpunkt im Rhein-Neckar-Raum
Hrsg. von der Stadtverwaltung Mannheim, Presseamt, Mannheim 1969, S. 107, 152
Andreas Schenk, Architekturführer Mannheim, Hrsg. Stadt Mannheim, 1999
Hanspeter Rings, Mannheim auf Kurs - Hafen- und Schifffahrtsgeschichte der Stadt an Rhein und Neckar, 2003
Stadtarchiv Mannheim und Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e.V., Mannheim und seine Bauten 1907-2007, Bd. 4, Andreas Schenk, Bauten für Verkehr, Industrie, Gesundheit und Sport, 2004

60 Jahre Grosseinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumgenossenschaften mit beschränkter Haftung, 1894 - 1954, Hamburg
Zeitzeugen

Autor/in

Hilde Seibert

Adresse

Friesenheimer Str. 14
68169 Mannheim

Stadt / Landkreis

Mannheim

Zufahrt

über Diffenébrücke oder Kammerschleuse in die Friesenheimer Straße der Friesenheimer Insel, Hafen 4
Nächste VRN-Haltestelle: Mannheim, Rheinrottstr.
VRN-Haltestellen-Plan:efa9.vrn.de
VRN-Linien-Netzplan:www.vrn.de

Weblinks

www.zdk-hamburg.de

Kontakt

über Eigentümer

Denkmalgeschützt ?

Ja

Barrierefrei ?

Nein