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Blick von der Diffenébrücke 2011





Hildebrandmühlen Mannheim
Von der Diffenébrücke im Industriehafen aus ist die Hildebrandmühle aus dem Jahr 1907 immer noch ein Blickfang. Hinter dem alten quer zum Wasser stehenden Getreidespeicher, - in der für Anfang des 20. Jahrhunderts charakteristischen Architektur, die unter dem Einfluss baukünstlerischer Reformbestrebungen stand, - steht das weiße moderne Getreidesilo vom Ende des 20. Jahrhunderts, links davon die neuen Edelstahlsilos aus dem Jahr 2010.
Nutzung (ursprünglich)
Ab Frühjahr 1907 Weichweizenmühle, ab 1920 zusätzlich Roggen-, Hartgrieß- und Graupenmühle.
Nutzung (derzeit)
Seit 1995 ausschließlich Durummühle zur Herstellung von Hartweizengries für die Teigwarenindustrie
Geschichte
Die Hildebrandmühle ist 1907 die erste von fünf im Industriehafen gebauten (Getreide-) Großmühlen mit einer Tagesleistung von 350 t. Eigentümer waren die Gebr. Heinrich u. Louis Hildebrand, die 1845 die Müllerei mit dem Kauf der Seitzenmühle in Weinheim (schon seit 1500) begründeten (www.rhein-neckar-industriekultur.de )
Großmühlen mit Getreideimporten aus Europa und Übersee waren insbesondere in Industrie- und Handelszentren zur Grundversorgung der Bevölkerung notwendig geworden. Mannheim war der ideale Standort für die Müllerei: Großbinnenhafen mit Rheinschifffahrtsweg nach Rotterdam, Eisenbahnverbindungen und bedeutendem Getreidehandel.
Die Stadt zwischen Rhein und Neckar wurde zum Mühlenzentrum Süddeutschlands.
Eigentümer
VK Mühlen AG, Haulander Hauptdeich 2, 1107 Hamburg
Erbauer
Fa. H. Hildebrand & Söhne, Besitzer der Kinscherf’schen Mühle in Weinheim
Bauzeit / Umbauten
1906-1907, 1920 zusätzliche Mühlenbauten, zwischen 1988 und 1996 Abbruch Mehlmühle und Mehlsilo sowie Neubauten von zwei Durummühlen sowie der Absack- und Lagerhalle
Baubestand
Alter quer zum Ufer stehender Getreidespeicher ist in historischer Bausubstanz erhalten.
Quellen
Mannheimer Stadtreklame (Hrsg.), Mannheim – Das Kultur- und Wirtschaftszentrum Südwestdeutschlands, 1928
Stadtarchiv Mannheim und Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e.V., Mannheim und seine Bauten 1907-2007, Bd. 4, Andreas Schenk, Bauten für Verkehr, Industrie, Gesundheit und Sport, 2004
Andreas Schenk, Architekturführer Mannheim, Hrsg. Stadt Mannheim, 1999
Hanspeter Rings, Mannheim auf Kurs - Hafen- und Schifffahrtsgeschichte der Stadt an Rhein und Neckar, 2003
eigene Unterlagen
Autor/in
Hilde Seibert
Adresse
Hombuschstr. 5
68169 Mannheim
Stadt / Landkreis
Mannheim
Zufahrt
über Diffenébrücke oder Kammerschleuse in die Friesenheimer Straße der Friesenheimer Insel, Hafen 4
VRN-Haltestellen-Plan:efa9.vrn.de
VRN-Linien-Netzplan:www.vrn.de
Weblinks
www.hartweizengriess.de
www.test-ag.de
Kontakt
0621-39000
Denkmalgeschützt ?
Ja
Barrierefrei ?
Nicht bekannt

