- Vorheriges Bild
- 1 / 8
- Nächstes Bild

ehemaliger Werkskindergarten - Vorderseite





Betriebskindergarten der Zuckerfabrik / Kunsthaus Frankenthal
Das kompakte rote Haus, umstanden von Platanen, ist eines der wenigen Relikte der Zuckerfabrik.
Eingeschossiges Gebäude mit zwei Seitenflügeln mit vorspringenden Giebelfronten zur Eingangsseite und einem zurückspringenden Verbindungsbau. Vor diesem ist eine von den Seitenflügeln flankierte Terrasse (später überdacht). Die Fassaden sind verputzt, und die Fensterlaibungen sind hervorgehoben. Der Dachraum ist ausgebaut und enthält drei Räume, die von Künstlern genutzt werden. Die Treppenaufgänge sind in den Seitenflügeln. Terrassenfläche und Foyer sind mit Zierfliesen (Villeroy und Boch) belegt: in der Mitte sind Quadrate mit einem Vogel- bzw. einem Löwen-Motiv. Über dem Eingang eine Tafel mit Widmung des Unternehmers Philipp Karcher zum 2. November 1883. Die durchbrochene Decke und das verglaste Dach in diesem Bereich ermöglichen den Einfall von Tageslicht. Die drei Räume des Erdgeschosses sind mit mit Parkettboden und Lichtschienen versehen und werden für Ausstellungen und Musik-Darbietungen genutzt.
Nutzung (ursprünglich)
Betriebskindergarten der Zuckerfabrik
Nutzung (derzeit)
Seit September 2007: Neueröffnung als „Kunsthaus Frankenthal“ mit repräsentativen Ausstellungsräumen, die auch zu Konzerten, Lesungen und für private Feierlichkeiten genutzt werden. Im Obergeschoss sind Atelierräume eingerichtet, die an den Frankenthaler Kunstverein „Die Treidler“ und an die Frankenthaler Künstlerin Uschi Freymeyer vermietet sind.
Geschichte
Das „Phillipp-Karcher-Haus“ wurde im November 1883 vom damaligen Direktor der Frankenthaler Zuckerfabrik, Phillipp Karcher, aus Anlass seines 25-jährigen Dienstjubiläums den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zuckerfabrik als Werkskindergarten gestiftet.
Im Betriebskindergarten waren ausgebildete Kindergärtnerinnen (Absolventinnen des Fröbelseminars Mannheim) unter der Leitung eines Lehrers tätig.
Nach der Gründung der „Süddeutschen Zucker AG“, die ihren Sitz in Mannheim hatte, gab die Zuckerfabrik den Kindergarten in die Hände der Stadt Frankenthal; bis 1950 wunde das Haus als Kindergarten genutzt. Die Bombardierung der Zuckerfabrik überstand das Haus unbeschadet. Ab Herbst 1950 wurden die Räumlichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen benötigt. Von 1956 bis 1960 war im Gebäude die Berufsschule untergebracht. Ab 1961 diente es als Obdachlosenasyl, musste aber 2003 Infolge eines Brandes im Obergeschoß geräumt werden.
2006 wurde das Haus grundlegend saniert und renoviert und zu einem kulturellen Treffpunkt umgebaut.
Eigentümer
„Stiftung der Stadt Frankenthal (Pfalz) zur Förderung der Pflege von Kunst und Kultur“ – kurz Frankenthaler Kulturstiftung -, die im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde. Sie ist auch der Betreiber des Frankenthaler Kunsthauses
Erbauer
Zuckerfabrik Frankenthal, Philipp Heinrich Karcher
Bauzeit / Umbauten
1883, 2007
Quellen
Web-Seite des Frankenthaler Kunsthauses
Jakob Kapper: die Zuckerfabrik Frankenthal 1843-1843
Autor/in
Albert Gieseler und Barbara Ritter
Adresse
Hans-Kopp-Straße 22
67227 Frankenthal
Stadt / Landkreis
Frankenthal
Zufahrt
Nächste VRN-Haltestelle: Frankenthal, Jahrplatz und Albrecht Dürer Ring
VRN-Haltestellen-Plan:efa9.vrn.de
VRN-Linien-Netzplan:www.vrn.de
Weblinks
Kontakt
Kunsthaus Frankenthal
06233 3 27 07 71
Atelier art & more
Tel: 06233 17 16 345
oder 0176 61 24 79 85
Öffnungszeiten
Täglich, außer Mittwochs, von 14:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstags bis 20:00 Uhr
Atelier art & more von Uschi Freymeyer, Donnerstag und Freitag von 9 -12 Uhr sowie nach Vereinbarung
Denkmalgeschützt ?
Nein
Barrierefrei ?
Ja

