Themenwochen „Die Industrie und der Müll“

Schrott und Grafitti, Foto B. Ritter

Müll, wie wir ihn heute kennen, ist ein Produkt der Industrialisierung. Die Verunreinigung der Luft, des Wassers und des Bodens, die damit einher ging, ist ungeheuerlich. Schon früh erkannte man jedoch in Teilen des Mülls auch Weiter- und Wiederverwertbares.

In den Themenwochen werden wir verschiedenste Fragestellungen beleuchten: Wie funktioniert ein Müllheizkraftwerk? Warum gibt es auf der Friesenheimer Insel einen Müllberg? Was ist die Arbeit von Müllwerkern genau? Und wie wird Beton oder Metall recycelt?

All das sind erste Einblicke in das Thema, das wir in diesem Jahr beginnen wollen. In einer Reihe von Vorträgen und Besichtigungen werden wir in Bereiche Einblick erhalten, die üblicherweise dem Publikum verwehrt sind. Machen Sie sich mit uns auf die Reise.

Müll, wie wir ihn heute kennen, ist ein Produkt der Industrialisierung. Der Bergbau und die aufstrebenden Industriebetriebe erzeugen bei der Rohstoffgewinnung und deren Verarbeitung zu Fertigprodukten auch nicht brauchbares Material. Die Verunreinigung der Luft, des Wassers und des Bodens, die damit einher gingen, ist ungeheuerlich.

Die Industrialisierung führte dazu, dass sich immer mehr arbeitende Menschen in immer größer werdenden Städten konzentrierten. Die Menge des flüssigen und festen Unrats, der dabei entstand, muss weg - aber wohin; in die Flüsse leiten, im Boden vergraben, verbrennen? Es war unabdingbar, Dreck, Gestank, Krankheiten und Seuchen in den Griff zu bekommen. Abhängig von der sozialen Lage war man mehr oder weniger vom Müll und seinen Auswirkungen betroffen.

Schon früh erkannte man jedoch in Teilen des Mülls auch Weiter- und Wiederverwertbares. So war das Sammeln von Lumpen wichtig als Rohstofflieferant für die aufstrebende Papierindustrie. Lange Zeit versuchten Regierungen und die Industrie den anfallenden Müll durch Abtransport ins Ausland zu beseitigen, eine Art Müll-Globalisierung. Heute ist Müll bzw. Abfall nicht einfach dreckig und unansehnlich. Müll wird zunehmend als Teil einer Wertschöpfungskette in einer zu entwickelnden Kreislaufwirtschaft erkannt. Der hohe Ressourcenverbrauch muss gedämpft werden.

Dies sind nur einige Aspekte aus der Themenvielfalt, die sich im Zusammenhang mit der Industrialisierung von Müll ergeben. Wir haben uns daher vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur vorgenommen, diese Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Was ist die Funktion eines Müllheizkraftwerks? Warum gibt es auf der Friesenheimer Insel einen Müllberg? Was ist die Arbeit von Müllwerkern genau? Und wie funktioniert das Recyclen von Beton oder Metallschrott? All das sind erste Einblicke in das Thema, das wir in diesem Jahr beginnen wollen. In einem Verbund von Vorträgen und Besichtigungen werden wir in Bereiche Einblick erhalten, die üblicherweise dem Publikum verwehrt sind. Machen Sie sich mit uns auf die Reise.

Uns ist klar, dass sich mit den begrenzten Zahlen für die möglichen Teilnehmenden bei den Rundgängen und Veranstaltungen nicht alle Interessierte werden anmelden können. Wir werden uns daher auch um Folgetermine bemühen. Des Weiteren werden wir das Thema „Industrie und Müll“ mit seinen diversen Fassetten auch weiter bearbeiten.

Quelle: www.rhein-neckar-industriekultur.de/node/8532