Presse

Offene Tabakscheune und Tabak-Lounge beim Johannisfest

Pressemeldung der Stadt Lorsch 10.06.2019

Lorscher Tabakprojektgruppe zweifach im Einsatz

Pech hatten dieses Jahr die Lorscher Tabakpflanzer mit ihrer Anzucht: Obwohl sie nun schon über einige Erfahrung verfügen, der Samen fachgerecht ausgebracht und die Aussaat anschließend über Wochen sorgfältig im Frühbeet herangezogen worden war, standen am Ende zu wenige Pflänzchen fürs Tabakfeld zur Verfügung. Kein Trost war es, dass sie das Schicksal mit den Profi-Bauern etwa in der Pfalz teilten: Auch hier war die kalte Witterung, vor allem in den Nächten, dafür verantwortlich gewesen, dass nach den Eisheiligen zu wenig Pflanzgut zur Verfügung stand. Und somit ist der Lorscher Tabakacker in diesem Jahr erstmalig nur zu einem Drittel bepflanzt. „Sogar unser Anzüchter konnte uns nicht mehr Pflanzen zur Verfügung stellen“, bedauert Bernhard Stroick den Engpass.

Tabak_hacken_II.JPG Arbeit auf dem Acker

Umso sorgfältiger wurde nun der Acker erstmals gehackt, damit die Erde locker genug ist und die Wachstumsbedingungen der Pflanzen optimiert werden. „Die Setzlinge stehen gut da und sie sind schon gut gewachsen“, freute sich die Gruppe bei ihrem Einsatz. Am Ende wird es natürlich auch weniger Ernte geben. Doch einen Engpass bei der Zigarrenproduktion befürchten die begeisterten Hobby-Bauern nicht. „Wir haben ein Kontingent von fermentiertem Tabak aus dem Vorjahr, was noch nicht verarbeitet wurde. Das wird unsere diesjährige Fehlmenge überbrücken“, so Projektleiter Stroick.

Offene Tabakscheune am Johannisfest

Auch am nächsten Wochenende sind die Lorscher Tabakbauern wieder im Einsatz. Allerdings nicht auf dem Feld, sondern im historischen Tabakschuppen. „Am traditionellen Johannisfest werden wir samstags (14 – 18 Uhr) und sonntags (11 - 18 Uhr) den Tabakschuppen für die Bevölkerung kostenlos zugänglich machen“, weist die Kulturamtsleiterin Gabi Dewald auf die offene Tabakscheune hin. „Dann gibt es zwar keine regulären Führungen. Aber die Mitglieder der Projektgruppe werden vor Ort sein und können ebenfalls Fragen rund um den Lorscher Tabak beantworten.“ Seit Eröffnung des zweiten Tabakmuseums in Lorsch ist dieses immer zweimal jährlich ohne Eintrittsgeld und Führung zu besichtigen.

Tabak-Lounge im Johannisfestzelt

Auch im Johannis-Festzelt auf dem Karolingerplatz wird dem Tabak ein Platz eingeräumt. „Wir bieten eine Lounge an, in der die Lorsa Brasil erhältlich ist“, so Dewald. „Ebenfalls kann man dort den Lorscher Tabak-Gin probieren, der besonders gut mit Ginger Ale und einer Scheibe Orange schmeckt.“ Der Lorscher Tabak-Gin wird seit Herbst von der Feinbrennerei Simon’s aus dem Odenwald mit Lorscher Tabak hergestellt. „Somit kann man sich sowohl über den Tabakanbau im Tabakschuppen informieren, als auch die Produkte genießen, wenn man möchte“, sollen damit zwei Aspekte des traditionellen Lorscher Kulturthemas verbunden werden.

  • Offener Tabakschuppen – Museum des Tabakanbaus (Im Klosterfeld, direkt an der Kulturachse) am Johannisfest:  Samstag, 15. Juni 14 – 18 Uhr | Sonntag, 16. Juni 11 – 18 Uhr.
  • Tabak-Lounge im Festzelt:  14. – 17. Juni zu den Zeltöffnungszeiten (FR ab 18 Uhr, SA ab 14 Uhr, SO ab 11 Uhr, MO ab 12 Uhr)

Weitere Infos zum Objekt

Poesie der Flüsse und Speicher

RHEIN-NECKAR-ZEITUNG

Ausstellung „Wassertürme und Wasserwege in der Metropolregion” im Technoseum – Im Spätjahr kommen die Bilder nach Heidelberg

Foto RNZ-vafhwz. Der Mannheimer Wasserturm zur blauen Stunde; ein Kahn, der einsam und verträumt im Bellenkrappen, dem Altrheinarm zwischen Waldpark und Reißinsel, liegt; oder die Kraft der Neckarwasserfälle an der Staustufe Neckarhausen – in der gerade eröffneten Ausstellung „Wassertürme und Wasserwege in der Metropolregion“ greifen 19 Fotografen aus der Region in 56 Aufnahmen den spannenden Bogen von Architektur, Industrie und Natur auf...

Die Poesie der Industriebauten

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Seltener Einblick: der Mannheimer Wasserturm von innen, hier der Boden des Wasserbehälters, Rohre ...

Seltener Einblick: der Mannheimer Wasserturm von innen, hier der Boden des Wasserbehälters, Rohre für Zu- und Ableitung. © Annette Schrimpf

Peter W. Ragge (pwr)

Sie zeigen ungewöhnliche Perspektiven, faszinierende Kompositionen aus Farbe, Licht und Wolken sowie Stellen von Industrie sowie Natur in Mannheim, an die sonst kaum jemand kommt: die Bilder der Fotoausstellung „Wassertürme und Wasserwege in der Metropolregion“ des Vereins Rhein-Neckar-Industriekultur, die jetzt im Technoseum eröffnet worden ist.

„Ich hätte nicht gedacht, dass Sie in so großer Zahl kommen“, schaut Hartwig Lüdtke, der Direktor vom Technoseum, erfreut in das überfüllte Auditorium seines Hauses. Gerne beherberge er die „kleine, aber feine Ausstellung“. Einerseits böte sie spannende, ungewohnte Sichtweisen, andererseits mache sie auch die Bedeutung des Erhalts alter Bauten der Industriekultur deutlich, sagte Lüdtke. Dieses Anliegen des Vereins „passt auch gut zu unserem Museum“, so der Direktor.

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Die Wege des Wassers sind ergründlich

Mannheimer Morgen

Technoseum: Foto-Ausstellung über Wassertürme- und wege will zu neuen Sichtweisen einladen

Mühlauhafen © Annette Schrimpf

Die Wasserwege stehen im Mittelpunkt einer Wanderausstellung im Technoseum Mannheim. © Annette Schrimpf

Autor: mor

MANNHEIM. Ursprünglich hatten sie die Aufgabe, Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. Mit der Industrialisierung wurden sie immer wichtiger für die Produktion. Heute prägen sie als Wahrzeichen das Gesicht von Städten und Gemeinden. Ihre Architektur ist von interessanten Details gekennzeichnet, sie dienen als Kulturstätten oder Wohnraum. Die Rede ist von Wassertürmen.

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Rhenania-Speicher: Verliert der Hafen ein Denkmal?

Der vom Abriss bedrohte Backsteinbau an der Mühlenstraße wirft ein Schlaglicht auf das Schicksal der Mannheimer Kaufmannsfamilie Hecht

Der 1910/11 entstandene Gebäudeteil mit Entladekran aus den 1950er Jahren. © MM/RitterAutor:

Mannheim. Der über 100 Jahre alte Rhenania-Speicher in der Mühlenstraße (Industriehafen) wird wahrscheinlich demnächst abgerissen. Ein entsprechender Antrag des Eigentümers, der Rhenus-Gruppe mit Sitz in Holzwickede bei Dortmund, liegt derzeit beim Landesamt für Denkmalschutz in Karlsruhe. Eine Entscheidung der Behörde wird in den kommenden Wochen erwartet. Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur möchte das markante, von der Mühlenstraße aus gut sichtbare Gebäude dagegen unbedingt erhalten. „Der Abriss wäre ein unwiederbringlicher Verlust“, heißt es in einer Mitteilung des um den Denkmalschutz bei Industriebauten bemühten Vereins...

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Rhenania-Speicher in Mannheim

RNF - Rhenania-Speicher 12. 1. 2018

Rhenania-Speicher in Mannheim: Droht Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes?

„Das wäre ein unwiederbringlicher Verlust”

RNZ online

Rhenus-Gruppe hat Antrag bei der Stadtverwaltung auf Abriss des Getreidespeichers im Mannheimer Industriehafen gestellt

Von Heike Warlich-Zink

Mannheim. Der ehemalige Rhenania-Getreidespeicher am Eingang des Mannheimer Industriehafens soll abgerissen werden - zumindest wenn es nach dem Eigentümer, der Rhenus-Gruppe geht. Bis jetzt wurde der Speicher zur Zwischenlagerung von Rapssaat von einer externe Firma genutzt. Nachdem die Ölmühle Bunge ihren Vertrag zum Jahresende gekündigt hat, sieht das Unternehmen keine, wie es heißt, „tragbare weitere Nutzungsmöglichkeit des Silos durch die Rhenus-Gruppe“. Deshalb hat das Unternehmen bei der Stadtverwaltung einen Antrag auf Abriss gestellt.

„Weiterer Hintergrund ist, dass es sich um ein über 100 Jahre altes Gebäude handelt, das nicht mehr den heutigen logistischen Anforderungen zum Umschlag und der Lagerung von Waren entspricht. Zudem befindet sich der Speicher auf einem Sondernutzungsgebiet und kann daher nur für gewerbliche Zwecke genutzt werden”, heißt es in der Stellungnahme des Unternehmens weiter. Da es sich bei dem Silo jedoch um ein teilweise denkmalgeschütztes Bauwerk handle, seien mit der Stadt Mannheim und dem Denkmalschutzamt intensive Gespräche geführt worden. Sollte der Abriss von Behördenseite genehmigt werden, plant Rhenus eine anderweitige logistische Nutzung des Grundstücks. Dies könnten moderne Lagerhallen sowie Lagerflächen zum freien Umschlag von Schüttgütern sein. Der Logistikdienstleister erwartet eine Entscheidung in absehbarer Zeit.

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Pressemeldung

Einlegeblatt zu RhenaniaRhenania-Speicher vom Abriss bedroht

Der Rhenania Getreide-Speicher am Eingang des Mannheimer Industriehafens soll abgerissen werden. Das berichtet der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur. „Damit würde ein wichtiges Zeugnis der Mannheimer Industriegeschichte verschwinden”, bedauert Hilde Seibert vom Vorstand des Vereins.

Das markante Gebäude bei der Kammerschleuse wurde 1911 von der Familie Hecht gebaut und war damals das modernste Getreidesilo am ganzen Rhein. Die Hechts hatten 1908 in Mannheim die Rhenania-Speditions-Gesellschaft gegründet und die Firma zum führenden Unternehmen in Deutschland gemacht. Der Industriehafen war zur damaligen Zeit das größte Mühlenzentrum  Süddeutschlands.

In der Nazizeit wird die jüdische Familie Hecht enteignet, überlebt aber den Holocaust. Nach dem Krieg wird die Firma Rhenania wieder an die Familie zurück gegeben und entwickelt sich zu einem der größten westeuropäischen Unternehmen im Binnenschifffahrts-Sektor. Seit 1975 dient der gewaltige Bau zur Zwischenlagerung von Ölsaaten für den Verein Deutscher Ölfabriken (VDO), heute „Bunge“. Zwei alte Verladekräne vor dem Gebäude stammen noch aus den 50ger Jahren. Inzwischen gehört der Speicher der Rhenus-Gruppe.

Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur hat 2014 zusammen mit der Stadt einen beschilderten Rundweg mit 31 Tafeln rund um den Industriehafen erstellt. Eine der Tafeln beschreibt die Geschichte des Rhenania-Speichers. Nur Teile des Baus stehen unter Denkmalschutz.

Ein Abriss wäre ein unwiederbringlicher Verlust.

Zwischen grünen Bananen und kaltem Fisch

Foto: @ Rhein-Neckar-ZeitungHinter den Kulissen des Mannheimer Großmarkts

Einkaufen darf dort nur, wer im Besitz eines Ausweises und gültigen Gewerbescheins ist - Rundgang im Rahmen der Tage der Industriekultur

Von Heike Warlich-Zink

Mannheim. Das frühe Aufstehen um vier Uhr morgens schreckte Familie Bender aus Sinsheim nicht davon ab, an der Besichtigung des Mannheimer Großmarktes teilzunehmen. Zu verlockend die Aussicht, einen Blick hinter die Kulissen des rund 150.000 Quadratmeter großen Areals werfen zu dürfen. "Ich wollte mir das schon immer mal anschauen", berichten auch zwei Mannheimer, als Marktmeister Hans-Jörg Deibert die Besuchergruppe im Rahmen der "Tage der Industriekultur" Punkt sechs Uhr durch die rot-weiße Schranke zunächst zum Obst- und Gemüsemarkt führt.

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Pfaudler zeigt zum letzten Mal altes Werk

Mannheimer Morgen

Industriekultur 30 Teilnehmer bekommen exklusive Führung / Bürger von den großen Druckbehältern beeindruckt / Im Herbst nächsten Jahres geht's nach Waghäusel

Mannheimer Morgen vom 25. 8. 2017 - Schwetzingen - S. 10Autor: Caspar Oesterreich, Annika Böhm

Sicher ausgestattet mit orangefarbenen Warnwesten und großen Schutzbrillen folgen die 30 Teilnehmer einer Führung durch die Werks-hallen der Firma Pfaudler am gestrigen Nachmittag. Der zweistündige Rundgang durch die Produktionsstätte in der Scheffelstraße reiht sich ein in die vielen Veranstaltungen, die der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur zu den Tagen der Industriekultur noch bis zum 27. September anbietet.

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